Kräuterkunde,
endecke die Natur

Herzlich Willkommen auf meiner Tributseite. Hier möchte ich Ihnen vier verschiedene Pflanzen vorstellen. Jede von diesen Pflanzen besitzt verschiedenste Merkmale, Eigenschaften und Hintergründe. Viele von ihnen wurden von unseren Vorfahren genutzt, sei es zur Heilung, zum Verzehr oder für andere Zwecke.

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Wurmfarn

Die Wedel dieses bis in den Winter grün bleibenden, 30–120 cm hohen Farnes sind in einer trichterförmigen Rosette angeordnet. Sie erreichen eine Länge von 30 bis 140 Zentimetern. Der kurze Blattstiel ist locker mit gelbbraunen Spreuschuppen besetzt. Das Blatt ist zweifach gefiedert und läuft spitz zu; die Verschmälerung zum Grund hin ist weniger ausgeprägt. Die abgerundeten Fiederchen sind am Rand scharf gesägt. Die Fiederspindel, also die Mittelrippe eines gefiederten Blattes, ist am Grund ohne violette Färbung. Die Sporenbehälter (Sori) sitzen zweireihig auf der Unterseite der sporentragenden Wedel. Ihre Schleier (Indusien) sind nierenförmig, drüsenlos und dünn; sie umfassen die Sori nicht. Die Sporen werden von Juli bis September ausgebreitet und sind 33–46 Mikrometer groß. Das Verbreitungsgebiet des Echten Wurmfarns reicht von Europa und West- bis Zentralasien bis Nordamerika, in Nordwestafrika ist er selten. Nahe verwandte Arten kommen im tropischen Asien und in Südamerika vor.

Heilwirkung

Wurmfarn ist wurmfeindlich. Er tötet Parasiten ab und hilft dem Körper dabei diese auszuscheiden. Dadurch wird der gesamte Organismus entlastet und kann sich von den ungebetenen Mitessern erholen. Wurmfarn ist wundheilend. Gerade äußerlich wird der Wurmfarn angewendet, um schlecht heilende Wunden zum Schließen zu bringen. Wunden die lange offenbleiben und nicht heilen erhöhen die Chance einer Folgeinfektion. Der Wurmfarn hilft hier doppelt: die Wunde schließt sich und eine Infektion kann nicht mehr eindringen. Wurmfarn ist antirheumatisch. Durch seine austreibende Wirkung wird das Immunsystem entlastet. Entzündungsprozesse wie rheumatische Entzündungen können sich wieder beruhigen und abklingen.

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Lavendel

Der Echte Lavendel ist ein aromatischer, kleiner Strauch, auch Zwergstrauch genannt, der Wuchshöhen bis 100 bis 150, selten bis 200 Zentimetern erreicht. Die oberirdischen Pflanzenteile sind graufilzig behaart. Die Zweige sind aufsteigend, aufrecht und stark verzweigt, steif aufrecht und unverzweigt oder sie tragen Kurztriebe. Die gegenständig angeordnet Laubblätter sind sitzend. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 40 bis 50 Millimetern lanzettlich, länglich oder linealisch und verschmälern sich an beiden Enden. Sie sind stumpf, ganzrandig und am Rand mehr oder weniger eingerollt. Im jungen Zustand sind die Laubblätter an Ober- und Unterseite graufilzig behaart, später verkahlen sie.

Heilwirkung

Die Wirkungsweise von Lavendel variiert je nach Art. Echter Lavendel ist bekannt für seine Hilfe bei psychischer Belastung, Stress, Schlafstörungen und zur Wundheilung, sowie zur Pflege von Haut und Haar. Schopflavendel wirkt gegen Pilzinfektionen und bakterielle und virale Infektionen im Bereich des Halses, der Nase und den Ohren. Speiklavendel soll ebenfalls bakterielle Infektionen bekämpfen und so weiter. Die Vielfältigkeit von Lavendel wird hier deutlich. Allgemein gilt der Lavendel als beruhigend, nervenstärkend, krampflösend, schlaffördernd, angstlösend, antibakteriell, entzündungshemmend, schleimlösend, schmerzlindernd (auch bei rheumatischen Erkrankungen) und pflegend. Er steigert das Wohlbefinden und die Lebensqualität.

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Ingwer

Ingwer ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis über 150 Zentimetern erreicht. Der dicke Stängel und die langen Laubblätter geben der Pflanze ein schilfartiges Aussehen. Es wird ein verzweigtes Rhizom als Überdauerungsorgan gebildet, das in der Erde horizontal wächst und innen gelblich und sehr aromatisch ist. Die Wurzeln werden entlang des Rhizoms als Adventivwurzeln angelegt. Die mehr oder weniger zweizeilig angeordneten Laubblätter sind ungestielt. Die einfachen, parallelnervigen Blattspreiten sind 15 bis 30 Zentimeter lang und 2 bis 2,5 Zentimeter breit.

Heilwirkung

Der „Ingwer-Wurzelstock“ enthält einen zähflüssigen Balsam (Oleoresin), der aus ätherischen Ölen und einem Scharfstoffanteil, den Gingerolen und Shogaolen, besteht. Zubereitungen aus dem „Ingwer-Wurzelstock“ werden antioxidative, antiemetische, entzündungshemmende sowie anregende Effekte auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung sowie die Darmfunktion zugesprochen und daher insbesondere in der traditionellen asiatischen Medizin auch zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen oder Erkältungen verordnet. Die Kommission E und die European Scientific Cooperative on Phytotherapy (ESCOP) befürworten die Anwendung von Ingwerwurzeln bei Magen-Darm-Beschwerden und gegen Übelkeit

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Spitzwegerich

Der Spitzwegerich ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 50 Zentimetern erreicht, manchmal bis zu 90 cm. Die reichverzweigte Wurzel kann bis zu 60 cm in die Tiefe reichen. Alle Laubblätter stehen aufrecht in einer grundständigen Rosette, wobei jede Pflanze normalerweise mehrere dieser Rosetten ausbildet. Die ungestielte, einfache Blattspreite ist schmal-lanzettlich und läuft an ihrem oberen Ende spitz zu. Sie ist 2–30 cm lang sowie 0,5 bis 3,5 cm breit und verschmälert sich nach unten hin allmählich. Die Blätter sind ganzrandig oder besitzen einzelstehende, flache Zähne. Sie besitzen 3 bis 5(–7) deutliche, parallele Längsnerven und sind zerstreut behaart bis fast kahl.

Heilwirkung

Spitzwegerich wirkt reizmildernd, adstringierend und antibakteriell. Bei innerer Anwendung wirkt er gegen Katarrhe der Luftwege und entzündliche Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Äußerlich kann er gegen entzündliche Veränderungen der Haut eingesetzt werden. Die Wirkung des Spitzwegerichkrauts, bestehend aus den zur Blütezeit geernteten, frischen oder getrockneten oberirdischen Teilen, wurde bei diesen Indikationen 1985 von der Kommission E positiv bewertet